Computertomographie

Herz-CT: präzise, schonend und zuverlässig in der Herzdiagnostik

Die Herz-CT ist eine nicht-invasive CT-Untersuchung zur hochauflösenden Darstellung der Herzkranzgefässe (Koronararterien). Sie hilft, Durchblutungsstörungen und Gefässverengungen frühzeitig zu erkennen oder mit hoher Sicherheit auszuschliessen. Bei Imamed setzen wir moderne CT-Technologie und dosisoptimierte Protokolle ein – für eine zuverlässige Beurteilung bei möglichst niedriger Strahlenbelastung.

Anwendung: Für wen ist eine Herz-CT sinnvoll?

Eine Herz-CT eignet sich besonders für Patient:innen mit Beschwerden, die auf eine koronare Herzerkrankung hinweisen können, z. B.:

  • Brustschmerzen (Angina-ähnlich)
  • Kurzatmigkeit unter Belastung

Typischerweise wird sie empfohlen, wenn eine mittlere Vortestwahrscheinlichkeit für eine relevante Koronarverengung besteht (oft ca. 15–50%). Diese Einschätzung erfolgt durch Hausarzt/Hausärztin oder Kardiologen/Kardiologin anhand von Symptomen, Alter, Geschlecht und Risikofaktoren.

Weitere Einsatzgebiete: 

  • Kontrolle der Durchgängigkeit nach koronarer Bypass-Operation

  • Verdacht auf angeborene Koronaranomalien

In der Regel kombinieren wir zwei Bausteine:

1. Calcium-Scoring (ohne Kontrastmittel)

Beim Calcium-Scoring werden Verkalkungen der Herzkranzgefässe mit sehr geringer Strahlendosis erfasst und standardisiert quantifiziert (häufig Agatston-Score). Das Ergebnis lässt sich mit alters- und geschlechtsbezogenen Referenzwerten vergleichen und unterstützt die Risikoeinschätzung (z. B. Herzinfarktrisiko) sowie die Therapieplanung (z. B. Risikofaktoren, Medikamente).

Wichtig: Ein unauffälliger Calcium-Score schliesst bei Beschwerden eine relevante Engstelle nicht immer sicher aus – deshalb wird bei symptomatischen Patient:innen meist zusätzlich eine CT-Koronarangiografie durchgeführt.

2. CT-Koronarangiografie (mit Kontrastmittel)

Mit jodhaltigem Kontrastmittel können neben verkalkten auch nicht verkalkte Plaques erkannt und Einengungen der Koronararterien beurteilt werden – auch in kleineren Gefässen. Die Stärke der Methode liegt darin, relevante Engstellen sehr zuverlässig ausschliessen zu können. Bei Nachweis einer moderaten bis schweren Stenose (z. B. ≥ 50%) können weitere Abklärungen sinnvoll sein, etwa funktionelle Tests oder eine invasive Koronarangiografie – denn nicht jede Engstelle führt automatisch zu einer relevanten Durchblutungsminderung.

Vorbereitung und Ablauf der Untersuchung

Der wichtigste Erfolgsfaktor ist ein ruhiger, regelmässiger Puls: Je niedriger die Herzfrequenz, desto weniger Bewegungsunschärfe.

Bitte beachten (am Untersuchungstag):

  • keine pulssteigernden Substanzen wie Koffein oder Nikotin
  • gewisse Medikamente müssen pausiert werden (z. B. Sildenafil/Viagra)

Vor Ort:

  • Messung von Puls und Blutdruck
  • falls nötig: Betablocker zur Senkung der Herzfrequenz (intravenös)
  • kurz vor dem Scan: Nitro-Spray zur Gefässerweiterung

Untersuchungsablauf:

  1. CT ohne Kontrastmittel (Calcium-Scoring)
  2. CT mit jodhaltigem Kontrastmittel (Koronarangiografie)
    Die eigentlichen Scans dauern meist nur jeweils ca. 10 Sekunden. Währenddessen ist kurzes Atemanhalten wichtig. Ein Wärmegefühl beim Kontrastmittel ist häufig, harmlos und klingt rasch ab. In der Regel können Sie das Institut kurz nach der Untersuchung wieder verlassen.

Standorte

Aufgrund der speziellen Vorbereitung bieten wir die Herz-CT ausschliesslich in Basel (Sternengasse) und in Reinach an. Die Untersuchung wird von auf Herz-CT geschulten Radiologiefachpersonen durchgeführt und von spezialisierten Radiologinnen und Radiologen beurteilt.

Imamed Standorte

Ihre Praxen in der Region